Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Krefeld - Kreis Viersen e. V.

"Schlaglöcher in Krefeld"

Andreas Domanski, Vorsitzender des ADFC Krefeld - Kreis Viersen, im Interview mit dem WDR-5-Hörfunk sowie zum gleichen Thema ein Beitrag in der Aktuellen Stunde.

Im Interview mit Andreas Domanski vom ADFC Krefeld - Kreis Viersen beschäftigt sich der WDR-5-Hörfunk am 17. Januar mit dem Zustand des Krefelder Radwegenetzes. Das Nachfolgend das Manuskript.

Einen Beitrag zum gleichen Thema brachte das WDR-Fernsehen in seiner Aktuellen Stunde vom 19.01., zu sehen in der WDR-Mediathek.

- Wie stellt sich die Schlagloch-Situation in Krefeld in Bezug auf die Radwege dar?

In Krefeld gibt es sehr viele Schäden auf den Radwegen. Und auch auf vielen Neben- und Wohnstraßen, die ja ebenfalls wichtig für den Radverkehrs sind. 
Das schränkt nicht nur den Fahrkomfort ein, sondern ist richtig gefährlich, wenn Schlaglöcher z.B. bei schlechter Sicht oder unter Laub oder Schnee nicht zu erkennen sind. 

- ⁠Tut die Stadt aus Ihrer Sicht genug, um die Schlaglöcher auf Radwegen zu beseitigen?

Die Unterhaltung des gesamten Straßen- und Wegenetzes ist in Krefeld über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt worden. 
In den letzten Jahren wurde stellenweise etwas aufgeholt, aber die Reparaturmethoden sind unzureichend: 
Da wird sehr oft nur notdürftig geflickt, was dann nach wenigen Monaten wieder aufbricht, bis vielleicht Jahre später mal die Komplettsanierung erfolgt.
Der ADFC wünscht sich deshalb sinnvolle Reparaturmethoden, die irgendwo zwischen Kaltasphaltkleksen und der sogenannten grundhaften Erneuerung liegen. 

- ⁠Die Stadt unterhält eine „Mängel-App“, auf der auch Schlaglöcher gemeldet werden können. Funktioniert das System aus Ihrer Sicht gut?

Der zuständige Kommunalbetrieb beteuert immer, dass er Meldungen zeitnah bearbeitet und gefährliche Stellen umgehend repariert. Das scheint aber nur für sehr tiefe Krater zu gelten. Viele Schäden werden dann eher auf die lange Bank geschoben oder es werden nur Warnbaken aufgestellt, die dann Monate oder teilweise über Jahre da stehen bleiben. 


- ⁠Welche Rolle spielt der Baumschutz in diesem Zusammenhang?

Das ist ein riesiger Zielkonflikt: Einerseits brauchen wir jeden Baum und andererseits werden viele Radwege durch die Baumwurzeln irreparabel geschädigt.

Jetzt haben hier viele alte große Platanen und Kastanien mit ausladendem Wurzelwerk. In Einzelfällen könnte man mit Wurzelbrücken Abhilfe schaffen, aber auf längeren Strecken bleibt dann teilweise nur die Verlegung des Radwegs auf die Fahrbahn. Dann gibts aber die Flächenkonkurrenz mit den Autoparkplätzen. Wir brauchen aber in den Städten mehr Platz fürs Rad und und können dafür ja keine Häuser abreißen. 


Also muss man schauen, wo die Flächen für sicheren Radverkehr gewonnen werden können.

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